Herta Günther beobachtete die Menschen sehr genau. Oft besuchte sie Kneipen und Cafés. Sie schöpfte aus dem Alltäglichen, stellte Straßen- und Interieur-Szenen dar. Meist stand eine Frau im Mittelpunkt. Man glaubt die Dargestellten zu kennen, fühlt sich ihnen verbunden, ihre Blicke verraten dennoch nicht alles, etwas Rätselhaftes umgibt sie. Ihre Bildwelten wahren Distanz ohne Brüskierung und locken mit Charme und meist herber Eleganz. Diese Polarität gibt ihren Kunstwerken jene Unverwechselbarkeit, mit leichter Geste eine Distanz aus Achtung und Selbstachtung auszudrücken. (E.W., H.D.)
1934   geboren in Dresden
1951 - 1956   Studium an der Hochschule für Bildende Künste Dresden bei Hans Theo Richter und Max Schwimmer
Seit 1957   freischaffend in Dresden
1960   Heirat mit Jürgen Günther, Grafiker
1966   erste Einzelausstellung, Dresden
1976   erste Übersichtsausstellung des grafischen Werks in der Staatlichen Galerie Moritzburg, Halle
1984   Werkverzeichnis der Druckgrafik 1960-1983
Seit 1985   vermehrt Arbeiten in Pastellkreide
1986   Teilnahme an der Wanderausstellung "Dresden heute. Malerei und Grafik nach 1945" in Süddeutschland und in der Schweiz
2018   gestorben in Dresden