Der Kopffüßler ist unverkennbares Markenzeichen von Horst Antes. Mutig stellte er sich wie sein Lehrer HAP Grieshaber an der Karlsruher Akademie der bildenden Künste mit seiner neuen figurativen Malerei dem damals herrschenden Zeitgeist in Deutschland entgegen. Besonders beeinflusst wurde er dabei von Willem de Kooning, der informelle und figurative Elemente miteinander verband. Auch Antes findet den Weg zur Figur über das Informel. Über hingeworfene Farbstrukturen nähert er sich vor dem Hintergrund der beliebten und weitverbreiteten Kachina-Puppen der amerikanischen Puebloindianer schrittweise seinem wichtigsten Motiv dem Kopffüßler an. Seitdem hat er sich mit dieser Form in unzähligen Techniken, Variationen und Abwandlungen beschäftigt. Die charakteristische Silouette bleibt erhalten, auch als er in den 1980er Jahren seine dreidimensionalen Darstellungen immer mehr durch zweidimensionale Schablonenfiguren ersetzt. Horst Antes ist mit zahlreichen renommierten Preisen der Kunstwelt ausgezeichnet worden und in den größten Sammlungen Deutschlands vertreten. (ED)
1936   wird am 18. Oktober in Heppenheim geboren
1957 - 1959   Studium an der Akademie der bildenden Künste in Karlsruhe, Schüler von HAP Grieshaber
1960 - 1963   Entwicklung des für sein Oeuvre typischen "Kopffüßlers"
1962   Villa Romana Preis, Florenz
1963   Stipendium der Villa Massimo in Rom
1967 - 1973   Lehrtätigkeit an der Akademie der bildenden Künste in Karlsruhe
1967 - 1968   Gastprofessur an der Staatlichen Hochschule für bildende Künste Berlin
Seit 1983   Mitglied der Freien Akademie der Künste Hamburg
1984 - 2000   Professur in Karlsruhe
Seit 1990   lebt und arbeitet in Karlsruhe, Berlin und Sicellino/Italien