Der Rückgriff in Klaus Jürgen-Fischers Kunst auf die alten Meister wie Tizian, Leonardo da Vinci und Rembrandt ist eindeutig. Warum dieser Rückgriff? Die erdige Farbigkeit zwischen Ocker und Braun, die Kontraste, die weichen Übergänge und die zarte Lasur erinnern an jene großen Namen. Klaus Jürgen-Fischer sah diese Möglichkeiten der Schattierungen und Nuancierungen, die für ihn notwendig waren für die Darstellung des Plastischen in der modernen Malerei nicht ausreichend beachtet. Seiner Meinung nach wurden sie zugunsten der Buntfarben und dem Dekorativen verkannt. In einem Interview räumte er seinen Werken eine Art Kompensation in der technisierten und rationalen Welt ein. Seine verhüllten Gesichter, so betonte er, seien kein Abbild des Gesehenen, sondern entspringen der freien Phantasie, die für ihn das Abenteuer des Malens ausmachte. (E.W., J.D.)