Hermann Glöckner löste schon früh die strengen Grenzen der Gattungen, ließ Alltagsgegenstände kunstvoll werden, sprang spielerisch zwischen Fläche und Raum, zwischen Malerei und Plastik. Glöckner gehört zu der Generation, die eine historische Kontinuität in der europäischen Kunst aufzeigt, die Nachkriegskunst unmittelbar mit der Modernen verbindet und bis in die Gegenwart reicht. (E.W., J.D.)
  LITERATUR: - Hermann Glöckner, Die Tafeln 1919-1985 (Werkverzeichnis), hg. v. Hermann Glöckner Archiv, Dresden 1992. - Glöckner. Gemälde und Zeichnungen. 1904-1945. (Werkverzeichnis), Dresden 2010.
1889   geboren in Dresden
1903   Besuch der Leipziger Gewerbeschule
1904 - 1907   Lehre als Zeichner für Textilien, parallel Abendstudium an Kunstgewerbeschule Dresden
Seit 1910   Freiberuflich als Künstler tätig
1914 - 1918   Kriegsdienst
1920   Heirat mit Frieda Paetz
1923 - 1924   Besuch der Akademie der Bildenden Künste Dresden
1927   erste Einzelausstellung in Berlin, die im darauffolgenden Jahr auch in Stuttgart, Hannover, Köln, Mannheim und Dresden zu sehen war
1930 - 1937   Entstehung seines Tafelwerks
Seit 1930   als Broterwerb gemeinsam mit seiner Frau Wandgestaltungen an Bauwerken
1932   Mitglied der Dresdner Sezession
1935   erste räumliche Arbeit ("Faltung eines Rechtecks")
1945   Zerstörung von Wohnhaus und Atelier
1945 - 1948   Mitglied der Künstlergruppe "der ruf"
1946   Einzug Künstlerhaus Dresden-Loschwitz
1948 - 1967   weitere Arbeiten am Bau
1948   2. Ausstellung "der ruf" u.a. mit Ernst Wilhelm Nay und Karl Otto Götz
1968   erste Einzelausstellung in DDR
1969   Jubiläumsausstellung zum 80. Geburtstag im Kupferstichkabinett Dresden
  Teilnahme an der Biennale konstruktivistischer Kunst in Nürnberg
1979   Kunstpreis der Stadt Dresden
1984   Ausstellung zum 95. Geburtstag im Kupferstichkabinett Dresden, Katalog des Gesamtbestandes erscheint
1986   Ehrenmitglied des Deutschen Künstlerbundes
1987   gestorben in West-Berlin