Zeitlos - Herta Günthers Menschenbilder

23.11. bis 21.12.19


Im neu eingerichteten Schaudepot in der Richard-Wagner-Straße 51 zeigt Döbele Kunst Mannheim:
Zeitlos – Herta Günthers Menschenbilder
Pastelle, Mischtechniken, Ölbilder
Ausstellung: 23.11.2019 bis 21.12.2019

Markante rote Lippen, ein klarer Blick, auffällige Nasen. Sie sind in Gedanken versunken, sie sind einsam, sie sinnieren, sie blicken in die Ferne, sie warten. Worauf warten sie? Ist der Mensch glücklicher, der das Warten nicht verlernt hat- nichts zu tun hat- oder schlicht einsamer?
Eine zarte Melancholie liegt über diesem scheinbar bewegungslosen Figurenpersonal, das sich auch in der Gemeinschaft fremd bleibt und selten aus der eigenen Isolation, sei diese nun selbstgewählt oder nicht, heraustritt.
Fast vollständig verzichtet die Künstlerin dabei auf Accessoires der Moderne, Kleidung, Frisuren, Interieurs lassen keine genauere zeitliche Einordnung zu. Ihre meist in warmen Rötel- und Sepiatönen gehaltenen Bildwelten sind so vergangen wie gegenwärtig und dadurch von einem besonderen, eigentümlichen Reiz.
Herta Günthers Menschenbilder sind aus der Zeit gefallen und doch durch alle Zeiten aktuell.

Rund eineinhalb Jahre nach ihrem Tod zeigt Döbele Kunst Mannheim jetzt mit der Ausstellung „Zeitlos - Herta Günthers Menschenbilder“ ausgewählte Werke im neu eingerichteten Schaudepot in der Richard-Wagner-Straße 51.

Die vollständige Ausstellungsliste senden wir Ihnen gerne als PDF per E-Mail zu.

Our Classics III

09.12.19 bis 29.02.20


Döbele Kunst Mannheim
zeigt bis zum 29.02.2020 in den Räumen Leibnizstr. 26

Our Classics III
Zum dritten Mal bietet Döbele Kunst Mannheim unter dem Titel „Our Classics“ eine Werkauswahl, die Kriterien wie Klassizität, Beständigkeit und Zeitlosigkeit beansprucht.

Zu sehen sind Positionen von Horst Antes, Willi Baumeister, Rolf Cavael, Eberhard Göschel, Karl Otto Götz, Gerhard Hoehme, Ernst Wilhelm Nay, Wolfgang Paalen, Stefan Plenkers, Oskar Schlemmer, Bernard Schultze, Werner Stötzer, Fred Thieler und Max Uhlig.

Nach Kriegsende 1945 gelang der Anschluss an die künstlerische Moderne letztlich auch durch die Rückbesinnung auf abstrahierende Tendenzen der Vorkriegsjahre. Die in äußerer wie innerer Emigration weiter entwickelte Kunst konnte sich wieder frei entfalten.
Drei Beispiele mögen dies anschaulich aufzeigen.

Willi Baumeisters Schaffen ging nach einem Mal- und Ausstellungsverbot 1941 im Privaten weiter. Er entwickelte seine Schrift „Das Unbekannte in der Kunst“ (erschienen 1947) mit der er das Wesen und die Aufgaben der modernen Kunst aufzeigen wollte und einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der Nachkriegskunst leistete.

Ernst Wilhelm Nay (1902-1968), ebenfalls verfemt und mit einem Berufsverbot belegt, fand beim Künstlerkollegen und Mäzen Edvard Munch auf den Lofoten in Norwegen neue Inspiration für seinen Weg, der ihn ein Jahrzehnt später schließlich zu gegenstandslosen Bildstrukturen führen sollte.

Bernard Schultze (1915-2005) war 1952 Gründungsmitglied der Künstlergruppe „Quadriga“, die als Ausgangspunkt der informellen Malerei zählt. Diese erwies sich als wichtiger Anschluss an die gesamteuropäische Kunstszene im Nachkriegsjahrzehnt und bildete sich simultan in Deutschland als auch in den Nachbarländern Frankreich, Spanien, Italien und in den USA. Schultzes Bildwelt ging dabei weit über das Informel hinaus, etwa mit seinen fantastischen „Migofs“, ungezügelt wuchernden plastischen Gebilden.

Die Neuorientierung bot Chancen und zeigte sich auf vielfältige Weise, galt es doch die entstandene kulturelle Lücke zu schließen.
Die Abstraktion war nach Kriegsende zum Synonym der Freiheit geworden und bildete die internationale Sprache der Kunst.

Hedwig und Johann Döbele laden zum Besuch der Ausstellung in die Leibnizstraße 26 ein.

Döbele Kunst Mannheim | Leibnizstraße 26 | 68165 Mannheim | Telefon 0621-79943078 + 0174-1663050 | jd@doebele-kunst.de | www.doebele-kunst.de | Do + Fr 14:00-18:00, Sa 12:00-16:00 Uhr – sonst bitte mit Voranmeldung.