Die nächtliche Reise ist rastlos. Sie führt durch Bildwelten voll Licht und Farben, die wie von fern aus sich heraus leuchten. Immer sind da Spuren und Wege, Orte und Episoden, die ein Geheimnis zu kennen scheinen und die verfliegen wie Gedanken, denen man nachjagt. Pastose Farbschichten überlagern die Pfade und Erinnerungen, Wirklichkeit und Traum verschwimmen zwischen den Pigmenten zu einem neuen Ganzen. Hinter erdigen Krusten und schwarzen Tannen lauern Gestalten aus Kindertagen, und wo in einem Moment wie romantisch verklärt das Mondlicht die Baumspitzen versilbert, bricht im nächsten ein Pinselhieb die Stille. (Daniela Günther in: „Orte aus dem Dunkel, Bilder 2011| 2012“, Ausstellungskatalog Städt. Galerie Dresden 2012.)